Fishing Planet
Die ernsthafteste Angelsimulation im Katalog: echte Gewässer, echte Köderphysik, ein Weltkarten-Reisesystem statt Levelraster.
Ersteindruck
Fishing Planet stellt sich anders vor als der Rest unseres Katalogs: kein Fisch springt sofort ins Bild, keine Fanfare beim ersten Wurf. Stattdessen ein Einführungsgewässer in Missouri, eine kurze Erklärung zu Rute, Schnur und Köder, und dann die stille Erwartung, dass man selbst herausfindet, wo die Fische stehen. Wer aus Arcade-Angelspielen kommt, braucht für diesen Ton ein paar Minuten – wer echtes Angeln kennt, erkennt hier sofort die vertraute Geduld wieder.
Spielmodi
Der Kern ist die Weltkarte: über zwanzig lizenzierte Gewässer von Alaska über Missouri bis Louisiana, jedes mit eigener Fischliste, eigenem Wetter und eigenen Regeln zu erlaubten Ködern. Turniere laufen zeitlich befristet gegen andere Spielerinnen und Spieler auf demselben Gewässer, mit Rangliste nach Fanggewicht statt nach Punktesystem. Freies Angeln daneben kennt keine Uhr – man bleibt, solange man will, auf einem einzelnen See, und kann in Ruhe verschiedene Köderkombinationen durchprobieren, ohne gegen eine Rangliste anzutreten.
Auf welchen Geräten es läuft
Auf dem Tablet läuft es spürbar ruhiger als auf dem Handy: mehr Platz für die Ausrüstungsübersicht, weniger versehentliche Wischgesten beim Auswerfen. Auf älteren Android-Geräten braucht der Wechsel zwischen Gewässern zwei bis vier Sekunden Ladezeit – nicht dramatisch, aber merklich gegenüber den leichteren Titeln im Katalog. Eine dauerhafte Internetverbindung ist Voraussetzung, da die Gewässer serverseitig simuliert werden.
Was dieses Spiel im Katalog unterscheidet
Der Unterschied zu Let's Fish oder Fishing Baron liegt nicht im Umfang, sondern im Anspruch: Hier bestimmt die Kombination aus Köder, Rutenstärke und Wurfwinkel, ob überhaupt etwas anbeißt. Ein falscher Köder am falschen Gewässer bedeutet schlicht keinen Fang, unabhängig davon, wie oft man es versucht. Diese Konsequenz gibt es sonst in keinem der vier übrigen Titel im Katalog.
Für wen sich das Spiel eignet
Für wen sich das eignet: für Leute, die an echten Gewässern angeln oder es gerne würden, und die eine Simulation statt eine Sammelschleife suchen. Wer nur eine kurze Runde zwischendurch will, findet im Katalog leichtere Alternativen wie Fishing Club 3D.
Was man vorher wissen sollte
Was man vorher wissen sollte: Fishing Planet erwartet etwas Geduld in den ersten Sitzungen. Die Menüs sind dichter als bei den übrigen Titeln, und ohne eine kurze Erkundung der Köder- und Rutentabellen bleiben die ersten Würfe oft erfolglos. Wer diese Einstiegshürde nimmt, bekommt dafür die detaillierteste Simulation im Katalog.
Stärken
- Wurftechnik und Köderauswahl wirken sich spürbar auf den Fang aus, nicht nur auf dem Papier
- Über zwanzig reale Gewässer von Alaska bis Louisiana, jedes mit eigenem Fischbestand
- Fortschritt läuft über Ausrüstung und Ortskenntnis statt über reine Wartezeit
Schwächen
- Die Bewegungssteuerung per Wischgeste braucht auf dem Handy mehrere Sitzungen, bis sie sitzt
- Ladezeiten beim Ortswechsel sind auf älteren Geräten spürbar
- Das Menüsystem ist dichter als bei den übrigen Titeln im Katalog – wer schnell reinschauen will, ist hier falsch


